Kim Sippel als Kind auf dem Bolzplatz

K1M! 

Soziale 

Sportentwicklung

Ich habe als kleiner Junge vom Dorf schon früh die Liebe zum Ball und zum Bolzplatz entwickelt.
Alle Kinder im Dorf ob groß, klein, dick, dünn, jung, alt, zugezogen, hier geboren oder aus dem Asylwohnheim haben sich nach der Schule auf dem Bolzplatz getroffen, um gemeinsam Spaß am Sport zu haben.
Hier habe ich den Spaß und die Leidenschaft zum Sport entwickelt und unglaublich viele Werte vermittelt bekommen.
Wir haben ohne Schiri gespielt, es gab keine Linien, "Hand" durfte der machen der ungefähr am nächsten an der Linie stand, gespielt wurde immer so lange bis es entweder dunkel wurde, der mit dem Ball Heim musste oder einer die Idee hatte wir könnten doch lieber mit den Rädern in den Wald fahren und eine Hütte bauen. Wir haben uns bewegt und sind gemeinsam groß geworden. Getrunken haben alles aus derselben Flasche und am Ende war der Maurerjunge genauso schmutzig, wie der Lehrersohn oder die Jungs aus der Jugendherberge.

"Wir haben nie einen Unterschied zwischen den einzelnen Kindern gemacht, schließlich wurde jeder gebraucht, damit wir zwei Teams aufs Feld bekommen haben und wir nicht auf ein Tor spielen mussten."

Natürlich wurde der Dicke ins Tor gestellt (jetzt wisst ihr wie ich dazu gekommen bin), der Lange in den Sturm und der mit den zwei linken Füßen war manchmal auch "erstmal" der Edeljoker. Jeder hat seinen Platz in der Gruppe gefunden und sich entweder einen anderen erarbeitet oder das für ihn Beste aus der Situation gemacht. Alle haben sich aus ihrer Rolle entwickelt und sind heute stolze Familienväter, im Berufsleben angekommen oder einfach zu glücklichen Menschen geworden.
Was wir aber alle gemeinsam haben, das sind unsere Anfänge auf dem Bolzplatz im Dorf.

Dieses Gefühl, diese Werte und diese Entwicklungspotentiale gehen in der heutigen Welt leider immer mehr verloren. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht über Workshops, AGs, offene Bolzplatzstunden und die Arbeit in Schulen den Kindern von heute die Werte meiner Kindheit zu vermitteln. 

Durch meine Arbeit mit Kindern der ärmsten Ecken Indiens habe ich mir wieder vor Augen führen dürfen welche Kraft der ehrliche Fußball hat. Es braucht nichts außer ein ballähnliches Objekt, eine Gruppe Kinder und Spaß an der Bewegung, um einen Moment der Sorgenfreiheit und Glückseligkeit zu erleben. Die Sprache des Balls ist international und sein Potential für ein Stückchen bessere Welt ist enorm.

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Meld dich bei mir wenn du einen Ort kennst, an dem ich die Kraft des Sports dazu nutzen kann, um mein Werteverständnis an Kinder zu vermitteln die es gebrauchen können.

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